Ao Univ. Prof. Dr. Michael Hermon



Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde
Oberarzt an der Univ. Klinik für Kinder u. Jugendheilkunde (AKH Wien, Kinderintensiv-Station)
Zusatzfach: Pädiatrische Intensivmedizin

Meine Mission ist:
Leistungsangebote, Schwerpunkte, Organisation und Service meiner Kinderordination Sprachkenntnisse Deutsch, Englisch, Hebräisch
Ordinationszeiten: nach Vereinbarung (meistens Montag, Mittwoch)
Wahlarzt aller Kassen

Terminvereinbarung unter 0676-5402480 oder 0676-3001743, Email hermon@chello.at

Kleine Gedankensplitter:

Arzt wird Einer, wie heute der Lauf der Welt ist, zumeist aus außerwesentlichen Antrieben; etwa aus Wissensdurst oder aus jugendlicher Unkenntnis von Notwendigkeiten; viel häufiger um seine Lebenserwerb im wärmenden Sonnenstrahle bürgerlich gemehrten Ansehens zu finden. Selten einmal wird Einer, indem er der Mahnung seiner inneren Stimme folgt; wie man sagt: aus Beruf, als Berufener. Arzt sein kann Einer nur aus Humanität. Die Fähigkeit, Arzt sein zu können, schöpft sich nur aus der Humanität; aus dem Vorhandensein einer Menschlichkeit, die eine Fähigkeit vorstellt, Beziehungen anzubahnen zwischen den innersten Inhalten zweier Persönlichkeiten.

Der Arzt ist ein Künstler. Genauer: der taugliche Arzt kann nur Künstler sein. Das Arzten ist die Übung einer Kunst, nicht die Ausübung einer Wissenschaft. Wissenschaft und Kunst sind im inneren Wesen ihrer Eigenheiten Gegensätze; sie bleiben es in ihren Äußerungsformen, in ihrer Bestimmung, in ihren Zielen. Und doch haben sie einen gemeinsamen Keim, von dem es, wie einzelne Blutstropfen im Leibe der Menschenbrüder, sie mit Gemeinsamkeiten durchzieht. Sie entstammen eine Mutter: der Erfahrung. Wissenschaft ist Besitzerwerb aus Suchen und Finden; Kunst ist Besitzschaffen durch die Tat. Die Wissenschaft soll vorgefundene Sachlagen beurteilen; die Kunst neue Sachlagen schaffen. Beide bedürfen zur Vollbringung der Erfahrung.

("Der Arzt" von Ernst Schweninger 1906; aus der Sammlung "Die Gesellschaft" Sammlung Sozialpsychologischer Monographien; Herausgegeben von Martin Buber)

Wer ist zu heißen "Weiser" wert?
Wer sich von jedermann belehrt.
Wer ist ein "Held" zu heißen wert?
Wer seinen Trieb bezwingt, zerstört.
Wer ist zu heißen "Reicher" wert?
Wer freudig nimmt, was ihm beschert.
Wer ist "geehrt" zu werden wert?
Wer selber auch die Menschen ehrt.
(Aboth, IV,1)